|
|
 |
|
Prävention / Vorbeugung
|
|
Humanomed Zentrum Althofen
Diabetes-Rehabilitation belebt Geist und Körper
PLUS: Was Sie tun müssen, um auf Rehabilitation zu kommen
Von Peter P. Hopfinger
Menschen, die an Diabetes erkrankt sind, haben grundsätzlich zweimal innerhalb von fünf Jahren die Möglichkeit, sich von „ihrer“ Krankenkasse für drei Wochen auf einen Rehabilitationsaufenthalt schicken zu lassen.
Ich war im August 2009 das letzte Mal. Jetzt durfte ich in einem der modernsten Zentren Österreichs „schnuppern“. Und bei mir ist fix: Meinen nächsten Aufenthalt in einem Reha-Zentrum mit Spezialgebiet Diabetes verbring ich in Althofen.
Althofen ist eine der ältesten noch bewohnten Bergsiedlungen in Österreich. Das Gebiet etwa dreißig Kilometer nördlich von Klagenfurt war schon 300 v. Chr. von den Kelten besiedelt. Im Jahr 1041 wurde Altanhouun, wie der Ort damals hieß, erstmals schriftlich erwähnt.
Althofen wurde anno 1230 zum Markt erhoben und galt als Hauptumschlagplatz für Eisen aus der nordöstlich der Stadt gelegenen Region Hüttenberg. Nahe der Gurk entstand im 16. Jahrhundert eisenverarbeitende Industrie. Der Wohlstand, den der Ort durch das Eisen erfuhr, verhalf Althofen 1993 zum Stadtrecht.
Außerhalb der Stadt an einem bewaldeten Hang wurde 1975 ein Kur- und Rehabilitationszentrum errichtet, das in seiner Art einmalig in Österreich ist – das Humanomed Zentrum Althofen.
Das Humanomed Zentrum Althofen vereint heute unter einem Dach die Privatklinik Althofen, die orthopädische Rehabilitation, die Herz-Kreislauf Rehabilitation, die Stoffwechselrehabilitation, die Kur, die Dialyse sowie das ALTIS Zentrum für Sportmedizin. Im ALTIS Zentrum für Sportmedizin werden unter anderem Skiflieger, Leichtathleten sowie Spitzensportler aller Art konservativ und operativ behandelt.
Der Gast, der nach Althofen kommt, ist zunächst von der Größe der Anlage beeindruckt – immerhin 600 Patienten können zur gleichen Zeit im Humanomed Zentrum Althofen untergebracht werden.
 Die Begrüßung durch Dr. Harald Oschmautz ist freundlich und vielversprechend: „Wir haben hier die unterschiedlichsten Berufsgruppen wie Diätberater, Bewegungstherapeuten, Psychologen, Diätologen, Physiotherapeuten und sogar Fußpfleger, die alle zusammenarbeiten, um einen optimalen Aufenthalt einerseits und das gewünschte Ergebnis eines Reha-Aufenthaltes andererseits zu gewährleisten.“
Was das in der Praxis, bedeutet, erfahre ich umgehend am eigenen Leib. Mir wird eine Kleinbatterie Blutampullen abgezapft (als Ergebnis erfahre ich einen Tag später, dass alle(!) Werte – von HbA1c, über Fette bis hin zum Prostata-Marker PSA – im grünen Bereich sind), ich werde auf einen Ergometer gesetzt und ich strample mich in Schweiß, bis mein Belastungs-EKG und ich komplett fertig sind. (Immerhin: ich komme bei etwa 170 Puls auf rund 98 Prozent der vorgesehenen Leistung, naja, zur Olympiade will ich ohnedies nicht mehr)
 Nach der Bestandsaufnahme wird für jeden einzelnen Reha-Gast ein individuelles Programm für seine ganz persönlichen Bedürfnisse zusammengestellt. Dr. Oschmautz, selbst aktiver Sportler, erklärt: „In unserem hauseigenen Labor wird die Stoffwechsel-Lage der Patienten blutchemisch ganz genau bestimmt. Diese genauen medizinischen Diagnosen ermöglichen uns die Zusammenstellung eines optimalen und individuellen Trainingsplanes.“
 Damit – so das ehrgeizige Ziel von Dr. Oschmautz und seinem Team – soll entweder die körperliche Gesundheit wieder hergestellt oder - wie im Fall von Diabetes – eine konstante Verbesserung der Lebensqualität erreicht werden.
Das Angebot in Althofen ist mehr als vielfältig: Raucherentwöhnung kann ebenso auf dem Programm stehen, wie Gewichtsverlust, eine bessere Diabeteseinstellung, ein niedrigerer Blutdruck oder auch psychologische Betreuung werden den Reha-Willigen möglichst schmackhaft gemacht. Als einzige derartige Institution bietet Althofen sogar Reha-Aufenthalte für Dialyse-Patienten an. „Derzeit haben wir vier moderne Plätze – die Erweiterung um einen fünften Platz ist geplant.“, ist Dr. Oschmautz mit Recht stolz.
Aber nicht nur in Sachen Dialyse geht man in Althofen neue Wege. In einer Schauküche lernen Übergewichtige ebenso wie Diabetiker, wie man kalorienarm und dennoch schmackhaft zu Hause kochen kann. Unter Anleitung von geprüften Trainern marschieren ansehnliche Gruppen von Nordic Walkern mit Stöcken und viel Einsatz durch die herrliche Gegend. Bei Schlechtwetter stehen indoor modernste Sportgeräte sowohl für das Kraft- als auch für das Ausdauertraining zur Verfügung. Und wer Glück hat, kann unter Umständen sogar neben einem unserer schifliegenden Adler oder einem anderen unserer Spitzensportler trainieren.
 Freilich: wer auf „Rehab“ geht, muss sich einiger Tatsachen bewusst sein. Wer nicht mitarbeiten will, sollte seinen Platz besser jemandem anderen überlassen. Ein Reha-Aufenthalt in einer Klinik wie Althofen kostet für drei Wochen rund 3.600 Euro im EZ. Wer sich so einen Aufenthalt privat leistet, wird vermutlich auch sein Geld nicht zum Fenster rausschmeißen wollen, aber wenn es die Kasse zahlt, legt die auch Wert auf die Einhaltung von einigen wenigen Spielregeln, wie etwa einer Hausordnung.
Humanomed Zentrum Althofen
Moorweg 30
9330 Althofen
Tel: +43 (0) 4262 2071 0
Lesen Sie nächstes Mal: Bewegung für ein neues Leben und Patientenmeinungen
So bekommen Sie eine Rehabilitation bewilligt
In Österreich ist für die Durchführung von Rehabilitationsmaßnahmen für Versicherte die Pensionsversicherungsanstalt zuständig. Für mitversicherte Angehörige oder Selbstversicherte erfolgt die Durchführung durch die jeweiligen Gebietskrankenkassen. Eine Sonderstellung gilt für die Mitglieder der Versicherungsanstalt der öffentlich Bediensteten, der Sozialversicherungsanstalt der Gewerblichen Wirtschaft und der Sozialversicherungsanstalt der Bauern und der Versicherungsanstalt für Eisenbahnen und Bergbau.
Für alle Kur- und Rehabilitationsaufenthalte außer den Mitgliedern der Versicherungsanstalt öffentlich Bediensteter gilt, dass in fünf Jahren zwei Aufenthalte bewilligt werden. Ausnahmen sind möglich, wenn sich der Gesundheitszustand verschlechtert
Bei Diabetes ist zwar grundsätzlich der HbA1c ausschlaggebend, ob eine Kur erforderlich ist oder nicht, aber bei einem HbA1c unter 7% wird normalerweise ein Aufenthalt im Zusammenhang mit weiteren Diagnosen (Bluthochdruck, Übergewicht etc) bewilligt.
Die Liste der Erkrankungen, die für die Bewilligung eines Rehabilitationsaufenthaltes in Frage kommen, liest sich konkret so:
- Diabetes mellitus Typ I bzw. Typ IIa (ohne Adipositas) und Typ IIb (mit Adipositas) mit/ ohne Komplikationen (excklusive Rehabilitanten mit Insulinpumpentherapien)
- Diabetes mellitus als Folge anderer Ursachen (Pankreaserkrankungen, Medikamente, etc.)
- Metabolisches Syndrom
- Adipositas (BMI 30 bis 39) mit zumindest einem zusätzlichen Risikofaktor
- Morbide Adipositas (BMI 40 oder darüber)
Es wird vom Chefarzt fallbezogen entschieden. Ihr behandelnder Arzt wird Ihnen bei der Begründung – den Antragsbogen füllt auch er aus und unterschreibt ihn – helfen.
Für die Bewilligungen sind die Chefärzte zuständig. Die Bewilligung kann ohne Vorladung erfolgen, wenn die Notwendigkeit aus dem Antrag ersichtlich ist, oder es erfolgt eine Vorladung zu einer Untersuchung durch einen Chef- oder Kontrollarzt. Wichtig ist die richtige und genaue Ausfertigung des Antrages sowohl hinsichtlich der Diagnose als auch den bestehenden Erkrankungen (Problemen, Beschwerden).
Grundsätzlich gelten für den Aufenthalt die jeweiligen Hausordnungen der einzelnen Anstalten, die aber nicht einheitlich sind. Meistens bestehen Alkoholverbot und auch Rauchverbot sowie Sperrzeiten, d.h. man muss zu bestimmten Zeiten abends wieder in der Kuranstalt sein. Auch erfolgen gerade bei Stoffwechselanstalten Kontrollen in umliegenden Lokalen betreffend der Einnahme von Speisen und Getränken. Weiters sind die ärztlichen Anordnungen des Aufnahmearztes einzuhalten.
Bei Nichteinhaltung kann vom jeweiligen Verwalter ein Anstaltenverweis ausgesprochen werden, d.h. man wird nach Hause geschickt. In diesem Fall werden die Kosten der Kur vom Sozialversicherungsträger nicht getragen.
In vielen Fällen ist eine Kurkostenzuzahlung zu leisten
Kostenbeteiligung
Für medizinische Gesundheitsvorsorgemaßnahmen ist je nach Einkommen eine Zuzahlung der Versicherten bzw. PensionsbezieherInnen vorgesehen.
|
Höhe der Zuzahlung
Monatliches Bruttoeinkommen
|
tägliche Zuzahlung |
|
mehr als EUR 783,99 bis EUR 1.365,37
|
EUR 7,17 |
|
mehr als EUR 1.365,37 bis EUR 1.946,76
|
EUR 12,68 |
| mehr als EUR 1.946,76 |
EUR 18,24 |
Bei besonderer sozialer Schutzbedürftigkeit (zB AusgleichszulagenbezieherInnen), die in erster Linie einkommensabhängig ist, ist die/der Versicherte bzw. PensionsbezieherInnen von der Zuzahlung befreit.
Ein Antragsformular hat Ihr behandelnder Arzt oder Sie laden es von der Seite der PVA herunter.
Selbstverständlich kann – wie erwähnt – auch jeder selbst einen Kuraufenthalt buchen und bezahlen. Die Kosten: rund 3.600 Euro für 22 Tage.
|
 |
„Niemand ist wirklich freiwillig dick“
Wie eine Operation das Leben schwer Übergewichtiger ändern kann – auf gesundheitlicher und sozialer Ebene.
Elisabeth Jäger ist Präsidentin der Adipositas Selbsthilfegruppen Österreich und konnte ihr Gewicht nach erfolglosen Diäten mit einem Magenbypass von 148 kg auf 83 kg reduzieren. Im Interview erzählt sie über die Sorgen und Ängste von Fettleibigen - vor und nach einer Operation.
 |
 |
| vorher |
nachher |
KURIER: Warum können schwer Übergewichtige nicht einfach abnehmen?
Elisabeth Jäger: Das übliche Klischee ist ja, wir Dicken essen zu viel, bewegen uns zu wenig und sind alle selbst schuld an unserer Situation.
Doch niemand ist wirklich freiwillig dick. Die Dicken, die sagen, sie fühlen sich wohl, sagen das aus Selbstschutz. Mittlerweile wissen wir ja, dass eine Krankheit dahintersteckt.
Wie kann man sich diese Krankheit vorstellen?
Es ist eine Sucht und eine Operation ist die einzige Möglichkeit, mit dieser Sucht umgehen zu können. Wir sind zwar nicht clean, aber reduziert in der Aufnahmemöglichkeit. Außerdem ist es mit der OP alleine nicht getan, sie ist keine Lösung für mangelnde Disziplin - sie hilft einem nur, satt vom Tisch zu gehen.
Wie groß ist der Leidensweg, ehe man sich zu einer solchen OP entscheidet?
Wir legen uns mit der Gefahr auf den Tisch, dass wir dabei sterben können. Jeder Dicke hat ein höheres OP-Risiko. Dennoch würde ich es sofort wieder machen, weil es die einzige Möglichkeit ist, ein halbwegs normales Leben zu führen.
Was war an Ihrem Leben davor so abnormal?
Ich war jahrelang nicht im Theater, weil ich auf den Sitzen keinen Platz hatte. Ich konnte meine T-Shirts nicht nach Farbe und Schnitt aussuchen, sondern danach, ob sie passen. Für Magnetresonanz-Untersuchungen werden Dicke in die Veterinärmedizin geschickt. Mit den Worten: „Wo man Pferde und Kühe untersuchen kann, da auch Sie.“ Es gibt keine schlimmere Diskriminierung als die von Dicken.
Was ändert sich nach der Operation?
Man kann die ersten Wochen fast nichts essen. Das ist wie ein kalter Entzug. Aus medizinischer Sicht wird man gesünder. Blutdruck, Diabetes und Gelenksbeschwerden gehen zurück. Anti-Depressiva und Panik-Attacken fallen weg. Es ist ein neues Leben.
Hintergrund:
Nicht nur schlanker, sondern auch gesünder
Der Rat, weniger zu essen und mehr Bewegung zu machen, ist ein Schwachsinn, wenn jemand mehr als 40 kg Übergewicht hat“, sagt Prim. Doz. Karl Miller, Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Adipositas-Chirurgie. Bundesweit gelten schon mehr als 100.000 Menschen als krankhaft fettleibig. Immer häufiger ist eine Magenoperation der letzte Ausweg in ein normales Leben (2009 über 2000 Eingriffe).
„Diese OPs dienen nicht dazu, dass man schöner wird, sondern gesünder“, sagt Miller. Das in den vergangenen Jahren häufig eingesetzte Magenband wurde jetzt von Magenbypass-OPs überholt.
Einerseits, weil Patienten mit Magenbändern langfristig eine zweite OP brauchen. Andererseits, weil sich der Magenbypass besonders bei Betroffenen mit Typ-2-Diabetes bewährt hat. 80 Prozent der Operierten haben nach dem Eingriff nicht nur abgenommen, sondern waren in Bezug auf ihren Diabetes völlig symptomfrei und müssen keine Medikamente mehr nehmen.
Vitamine und Mineralstoffe müssen jedoch vorsorglich in Form von Tabletten eingenommen werden. „20 Prozent der Patienten kommen sowieso schon mit Mangelerscheinungen durch vergebliche Diätversuche zu uns“, sagt Miller.
Hungerhormon
Alternativ zum Magenbypass hat sich jetzt auch die Schlauchmagen-OP durchgesetzt, wobei der Teil des Magens entfernt wird, wo das Hungerhormon Ghrelin erzeugt wird. Folglich hat man weniger Hunger. „Welche Operationsmethode man wählt, muss mit dem Patienten optimal abgewägt werden“, sagt Univ.-Doz. Gerhard Prager, Leiter der Arbeitsgruppe Adipositas-Chirurgie an der MedUni Wien.
Er hält OPs auch bei ausgesuchten Typ-2-Diabetikern mit einem Body Mass Index zwischen 30 und 35 für diskussionswürdig. „Die Zuckerwerte normalisieren sich und damit verringert sich das Risiko, an Krebs zu erkranken.“ Dazu kommen viele andere positive Aspekte, wie 90 Prozent weniger Schlafapnoe, niedrigerer Blutdruck und weniger Gelenksbeschwerden.
Adipositas-Operationen
Unter folgenden Bedingungen werden sie von den Krankenkassen
übernommen:
- wenn starke Fettleibigkeit vorliegt (BMI über 40) – wenn andere Methoden zur Gewichtsreduktion (Diäten und sportliche Betätigung) erfolglos blieben
- und wenn schon Folgeerkrankungen wie Typ-2-Diabetes, gefährlicher Bluthochdruck oder ernsthafte Herzbeschwerden vorliegen.
Magenoperationen: Gängige Eingriffe bei Fettleibigkeit
Magenband: Ein verstellbarer Kunststoffring wird um den Mageneingang gelegt. Es können nur kleine Portionen gegessen werden und man nimmt ab. Das magenband kann wieder entfernt werden, wodurch bei mangelnder Disziplin eine neuerliche Gewichtszunahme droht.
Schlauchmagen-Bildung: Der größte Teil des magens wird entfernt, ein fingerdicker Schlauchmagen bleibt übrig. Im Vergleich zum Magenbypass ist die Methode besser verträglich und viel risikoärmer. Entscheidend ist die ganz exakte Ausführung eines darin erfahrenen Chirunrgen.
Magenbypass: Der obere Anteil des Magens wird durchtrennt und direkt mit dem Dünndarm verbunden. Der Magen ist dadurch ausgeschaltet. Der Patient ist rasch satt und nimmt schnell und dauerhaft ab. Aufgrund möglicher Nebenwirkungen müssen Nutzen und Risiko abgewogen werden. |
 |
Begeisterung und großes Lob für die Eucerin® Repair
Fußcreme 10% UREA
 Knapp 600 unserer Leser haben kostenlose Produktproben von der Eucerin® Repair Fußcreme 10% UREA zum Testen angefordert und erhalten. Viele davon haben sich auch die Mühe gemacht und uns ihre Meinung zu der feuchtigkeitsspendenden und den Juckreiz lindernden Creme aus dem Haus Beiersdorf geschickt. Dadurch hatten sie die Chance ein Wochenende für zwei Personen im „Gräflerhof“ in der Ferienregion Kronplatz/Südtirol oder eines von fünf Pflegepaketen von Eucerin im Wert von jeweils Euro 80,- zu gewinnen.
Die Meinungen unserer Leser sind durchwegs positiv, was uns sehr freut:
von…..
“bin sehr überrascht, das sich die Haut auf der Fußsohle seither viel geschmeidiger anfühlt und es auch ist“
„zieht sehr schnell ein, hinterlässt keine Fettspuren, die Creme hält lange an und man fühlt sich wohl in der Haut“
über…..
„Top Produkt! Innerhalb von zwei Tagen merkt man den Erfolg der Anwendung“
„Eucerin Repair Fußcreme mit Urea, gehört für mich zum Leben wie der Diabetes und Insulin“
bis…..
„Ich kann diese Creme nicht nur Diabetikern, sondern allen Menschen mit trockener Haut an den Füssen empfehlen“
„Ich bin von ihrer Fußcreme vollauf begeistert und habe mir bereits Tuben besorgt“
Lesen Sie HIER alle ungekürzten Berichte (PDF)
Folgende Leser dürfen sich über einen Gewinn freuen:
Den Hauptpreis, ein Wochenende für zwei Personen im „Gäflerhof“, hat gewonnen:
Anita BECKER, Rockenhausen
Je ein Pflegepaket von Eucerin im Wert von jeweils Euro 80,- geht an:
Reinhard Haider, 3203 Rabenstein
Helga Kropiunig, 8020 Graz
Helmut Vsetecka, 2540 Bad Vöslau
Franz Hübl, 3110 Watzelsdorf
Gabriele Wieser, 4300 St. Valentin
Wir gratulieren unseren Gewinnern! |
 |
|
Füße von Diabetikern haben besondere Ansprüche
Sich wohl fühlen in der eigenen Haut
Die Haut ist das größte und zugleich auch eines der wichtigsten Organe des Menschen. Sie bietet Schutz nach außen und ist an Atmung und Klimahaushalt des Menschen beteiligt. Trotzdem wird ihre Bedeutung häufig unterschätzt. Gerade Menschen mit Diabetes sollten ihre Haut besonders sorgsam pflegen, denn häufig kommt es neben dem für Zuckerkranke typischen Hautbild auch oft zu anderen Erkrankungen und Veränderungen des Organs.
Besonderes Hautbild bei Diabetikern
Diabetiker klagen häufig über Hauttrockenheit, die oftmals einen unerträglichen Juckreiz mit sich bringt. Grund dafür ist, dass die Haut durch häufiges Wasserlassen – eine typische Erscheinung bei erhöhtem Blutzucker - dehydriert. Die Haut bekommt das typisch welke, faltige Aussehen. Schweiß- und Talgdrüsen funktionieren oft nur eingeschränkt.
Trockene, schuppige Haut ist nicht nur ein unschönes und kosmetisches Problem, sondern birgt vor allem gesundheitliche Risiken: Der natürliche Säureschutzmantel ist zerstört, durch winzige Verletzungen können Pilze und Bakterien leicht in die Haut eindringen und sie attackieren. Ekzeme, Pilzinfektionen oder krankhafte Hautveränderungen sind die Folge.
Damit die Haut einen guten Zustand behält, ist eine umfassende Pflege notwendig. Gerade Diabetiker müssen hier einige Dinge beachten, da sie aufgrund ihrer Krankheit meist trocken und empfindlich ist.
Füße sind „Schwerstarbeiter“
 Unsere Füße sind „Schwerstarbeiter“. Sie tragen uns im Laufe unseres Lebens rund 100.000 km weit, beim Gehen tragen sie das Dreifache des Körpergewichts. Sie werden also extrem strapaziert und dabei gleichzeitig viel zu wenig geschätzt und gepflegt. Nur das komplizierte Zusammenspiel von 26 Knochen (ein Viertel aller Knochen des menschlichen Körpers sind Fußknochen), 107 Bändern und 19 Muskeln ermöglicht dem Menschen den aufrechten Gang. Die Haut der Fußsohlen weist mit ca. 370 Schweißdrüsen pro Quadratzentimeter die höchste Schweißdrüsendichte des menschlichen Körpers auf.
Viele Menschen leiden regelmäßig an geschwollenen und schmerzenden Füßen mit Druckstellen, Schwielen und Hühneraugen sowie an müden und schweren Beinen. Manchmal kommt es sogar zu Verformungen des Fußes. Die Zahl der schädigenden Einflüsse auf unsere Füße nimmt ständig zu. Frauen haben aufgrund der modischen Schuhe fast 20-mal häufiger Fuß-Schäden als Männer.
Viele Ursachen für diese Probleme können zugrunde liegen: langes Stehen oder Gehen, das falsche Schuhwerk, Übergewicht, Venenerkrankungen oder Durchblutungsstörungen wie z.B. bei Diabetes.
Füße von Diabetikern haben besondere Ansprüche
Ein besonderes Augenmerk verdienen die Füße von Diabetikern. Denn durch dauerhaft schlechte Werte werden die Nerven am Fuß geschädigt. Schon kleinste Verletzungen wie eingewachsene Nägel können schwerwiegende Folgen nach sich ziehen. Man spürt sie wegen der lädierten Nerven nicht mehr, es kommt zu Entzündungen und im schlimmsten Fall zu Amputationen. Die tägliche Kontrolle und Pflege der Füße sollte daher unbedingt am fixen Stundenplan von Menschen mit Diabetes stehen.
Behutsame Pflege ist das A und O
Bei Diabetes ist es das A und O die Haut vor dem Austrocknen zu bewahren und sie sanft zu pflegen. Neben der ebenfalls empfohlenen gesunden Lebensweise ist für Diabetiker bei der äußerlichen Pflege der Haut eine behutsame Vorgehensweise wichtig. Zu heißes Wasser, zu viele verschiedene Pflegeprodukte mit zu zahlreichen Inhaltsstoffen, zu langes oder zu häufiges Waschen, Duschen und Baden - all das ist Gift.
Besonders gut für die Haut bei Diabetes ist das Verwenden einer feuchtigkeitsspendenden Creme ohne Duft- und Farbstoffe. Hautärzte und Apotheker empfehlen Cremes mit Inhaltsstoffe aus hautverwandten Lipid-Komplexen. Substanzen, die auch in der eigenen Hautbarriere vorhanden sind, können die Haut zur nötigen Balance führen und werden in der Regel auch besonders gut vertragen. In vielen Produkten, die speziell für die Haut bei Diabetes entwickelt worden sind, ist Harnstoff, Urea, enthalten. Urea ist dafür bekannt, dass es in hohen Maßen Feuchtigkeit binden kann und damit auch den Juckreiz lindern kann.
Eucerin® Repair Fußcreme gegen Druckstellen und Verhornung
 Eucerin® Repair Fußcreme mit 10% Urea spendet nachhaltig Feuchtigkeit über 24 Stunden. Sie enthält zusätzlich eine besondere Komposition aus wertvollen Lipiden und Glycerin zur Stärkung des Barriereschutzes, mindert Druckstellen sowie Verhornung und macht selbst sehr trockene Füße zart, glatt und geschmeidig.
Die reichhaltige Creme, die frei von Duft- und Farbstoffen ist, wurde in Zusammenarbeit mit Dermatologen und Diabetologen entwickelt und hat sich auch hervorragend bei Diabetes bewährt.
|
 |
Gefäßvorsorge kann Diabetes-Folgeschäden verhindern
In Österreich leiden rund 500.000 Menschen unter Diabetes mellitus. Rund 90 Prozent der Patienten sind Typ-2-Diabetiker. Viele der Patienten leiden unter zusätzlichen Begleiterkrankungen. Die Konsequenzen können schwerwiegend sein. Im Herbst 2008 ließ die Veröffentlichung des Euro Consumer Diabetes Index aufhorchen: Im EU-Vergleich liegt Österreich hinsichtlich der Diabetesversorgung auf den – vom Herausgeber Health Consumer Powerhouse als „katastrophal“ bezeichneten – 12. Gesamtplatz.
Auch bei den erhobenen Diabetes-Folgeschäden schneidet Österreich schlecht ab und liegt hinsichtlich Tod durch Diabetes, Nierenversagen und Fußamputation sogar auf dem letzten Platz. Anlässlich der Nationalratswahl 2008 wandte sich die Österreichische Diabetes Gesellschaft (ÖDG) in einem offenen Brief an die Verantwortlichen aller Parteien und forderte von politischer Seite eine Verbesserung der unzureichenden Diabetesversorgung in Österreich. Auf medizinischer Seite arbeiten führende Experten an Lösungsstrategien, um Diabetes bestmöglich zu behandeln und Folgeschäden zu verhindern.
Prävention des diabetischen Fußsyndroms
 Eine multidisziplinäre Initiative, die sich mit der Prävention des diabetischen Fußsyndroms beschäftigte, traf sich im Sommer 2009 in Wien. Vier namhafte Diabetes- und Gefäßexperten in Wien rückten die periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) als Risikofaktor für das diabetische Fußsyndrom ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Am runden Tisch saßen (in alphabetischer Reihenfolge) Ao. Univ.-Prof. Dr. Marianne Brodmann, Klinische Abteilung für Angiologie, Med. Univ.-Klinik Graz, Präsidentin der Gesellschaft für Angiologie, Univ.-Prof. Dr. Gustav Fraedrich, Direktor der Univ.-Klinik für Gefäßchirurgie, Universitätsklinik Innsbruck, ÖDG-Präsident Univ.-Prof. Dr. Bernhard Ludvik, Univ.-Klinik f. Innere Medizin III, AKH Wien, und Dr. Clemens Raffeiner, Abteilung für Innere Medizin, LKH Hochzirl. Das Ergebnis ist ein gemeinsames Expertenstatement, das von Diabetes- und Gefäßspezialisten konsensuell verabschiedet wurde. Wie wichtig das Wissen um den prognostischen Wert einer Durchblutungsverminderung für das kardiovaskuläre Überleben des Patienten ist, machen nicht zuletzt die Zahlen deutlich: Diabetes ist – neben dem Rauchen – der wichtigste Risikofaktor für pAVK. PAVK tritt bei Diabetikern 3- bis 5-mal häufiger auf. Die Verschlusserkrankung der peripheren Gefäße ist in 50% für den diabetischen Fußulkus verantwortlich und die häufigste Ursache für Amputationen der unteren Extremitäten. Dazu kommt, dass die Diagnose pAVK bei Diabetikern oft später gestellt wird, was möglicherweise auf eine herabgesetzte Schmerzwahrnehmung zurückzuführen ist.
Multidisziplinäre Empfehlung zur besseren Versorgung
 Um die Versorgungssituation der Betroffenen in Österreich zu verbessern, sollte daher unbedingt verstärktes Augenmerk auf das diabetische Fußsyndrom als Komplikation und mögliche Folge einer pAVK bei Diabetespatienten gelenkt werden. Es gilt, die Möglichkeiten der frühzeitigen Diagnose von Gefäßschäden besser auszuschöpfen, um schließlich schwerwiegende Komplikationen (z.B. Amputation unterer Extremitäten) möglichst zu verhindern
 Für die betroffenen Diabetespatienten bedeutet eine verbesserte Gefäßvorsorge einen wichtigen Beitrag zur Vermeidung des diabetischen Fußsyndroms und von Amputationen. Regelmäßige Untersuchungen und gegebenenfalls rigide Behandlungsmaßnahmen tragen nicht nur zur Erhaltung der Mobilität und Lebensqualität der Patienten bei, sondern bedeuten darüber hinaus eine enorme Entlastung des Gesundheitssystems. Ludvik: „Es gibt nichts Teureres in der Medizin als einen diabetischen Fuß.“ Damit verbunden sind oft monatelange Krankenhausaufenthalte und teure Antibiotika-Behandlungen. Folgekosten entstehen durch eingeschränkte Mobilität und Pflege.
Expertenstatement zu Diabetes & pAVK
Im Expertenmeeting mit Teilnehmern der Fachrichtungen Diabetologie, Angiologie und Gefäßchirurgie herrschte Einigkeit darüber, dass
- bei Diabetespatienten generell zu wenig Aufmerksamkeit auf die Füße als Risikobereiche gelenkt wird,
- insbesondere zu wenig Augenmerk auf pAVK als Risikofaktor für das diabetische Fußsyndrom gelenkt wird,
- durch mehr Bewusstsein/Aufmerksamkeit insbesondere bei Patienten und Hausärzten ein hoher Benefit für Lebensqualität und Lebenserwartung der Betroffenen erzielt werden könnte,
- die ABI-Messung fixer Bestandteil des Diagnosemanagements bei Diabetespatienten sein sollte,
- die ABI-Messung in die Dokumentations- und Checklisten des Diabetes Disease Management Program aufgenommen werden soll,
- bei ABI-Werten <0,9 bzw. >1,4 eine weiterführende kardiovaskuläre und Gefäßdiagnostik durch den Spezialisten durchgeführt werden muss (supraaortale Arterien, koronare Herzkrankheit, periphere Gefäße),
- dass pAVK bei Diabetespatienten ein konsequentes Therapiemanagement, mit Blutdruckeinstellung 130/80mm/Hg, LDL-C-Zielwerten <70mg/dl und Aggregationshemmern erfordert,
- dass bei Diabetespatienten mit pAVK bzw. diabetischem Fußsyndrom die Umstellung auf Clopidogrel erwogen werden soll.
Die Experten gehen davon aus, dass durch ein striktes Einhalten der Diabetes-Leitlinien das Amputationsrisiko halbiert werden könnte, und setzen sich dafür ein, dass möglichst alle Diabetespatienten in das Diabetes Disease Management Program aufgenommen werden.
Ao. Univ.-Prof. Dr. Marianne Brodmann, Klinische Abteilung für Angiologie, Med. Univ.-Klinik Graz
Univ.-Prof. Dr. Gustav Fraedrich, Direktor der Univ.-Klinik für Gefäßchirurgie, Universitätsklinik Innsbruck
Univ.-Prof. Dr. Bernhard Ludvik, Univ.-Klinik f. Innere Medizin III, AKH Wien
Dr. Clemens Raffeiner, Abteilung für Innere Medizin, LKH Hochzirl |
 |
|
Diabetiker kennen das Problem der trockenen Haut
So kommen Diabetiker mit heiler Haut davon!
85 Prozent aller Diabetespatienten leiden an Hautproblemen verschiedenster Art, zumeist unter trockener Haut. Dies ist kein Zufall, denn es besteht ein direkter Zusammenhang zwischen Diabetes und trockener Haut.
Aufgrund ihrer Stoffwechselerkrankung haben Diabetiker eine verminderte Schweiß- und Talgdrüsenaktivität, was zur Folge hat, dass nicht genügend Fett und Feuchtigkeit in der Haut gespeichert werden kann. Dadurch wird die natürliche Funktion der Haut empfindlich gestört und die Fähigkeit zur Feuchtigkeitsspeicherung nimmt dramatisch ab. Die Folge ist eine extrem trockene, rissige Haut, verbunden mit oft quälendem Juckreiz.
Die Symptome können sich am ganzen Körper bemerkbar machen. Die unteren Extremitäten, Beine und Füße, sind sehr häufig betroffen, da sich hier die meisten Schweißdrüsen des menschlichen Körpers befinden. Die Symptome können sich so weit verstärken, dass sich starke Verhornungen und Ekzeme bilden. Da sich durch Diabetes oft auch eine Durchblutungs- und Empfindungsstörung einstellt, besteht ein erhöhtes Risiko für Verletzungen an den Füßen. Im schlimmsten Fall kann es zum
„Diabetischen Fuß“ kommen. Die Folgen – bis hin zur Amputation – sind bekannt.
Bei Diabetikern ist eine wirksame Pflege der Füße besonders wichtig
Eine medizinische Hautpflege, speziell auf die Bedürfnisse der trockenen Haut bei Diabetes abgestimmt, ist daher besonders wichtig. Durch eine regelmäßige Spezialpflege kann das Erscheinungsbild der Haut signifikant verbessert und weiteren Schäden vorgebeugt werden.
Eucerin® ist führend auf dem Gebiet der Pflege für trockene Haut. 125 Jahre Erfahrung in der Beiersdorf Hautforschung und die Zusammenarbeit mit führenden Dermatologen sichern höchste Standards und innovative, hochwirksame Produkte zur Pflege bzw. therapiebegleitenden Pflege für alle Formen der trockenen Haut – auch bei Diabetes.
Eucerin® Repair Fußcreme 10 % UREA wurde gemeinsam mit Diabetologen entwickelt und hat sich bei Diabetes hervorragend bewährt. Die reichhaltige und dennoch schnell einziehende Fußpflege mit Urea und Lactat spendet und bindet nachhaltig Feuchtigkeit über 24 Stunden. Wertvolle Lipide sowie Glycerin stärken zusätzlich den Barriereschutz der Haut.
Das Ergebnis:
Druckstellen und Verhornungen werden gemindert. Selbst sehr trockene, raue Füße werden wieder zart, glatt und geschmeidig.
Hornhaut – die Gefahr für diabetische Füße
Was für Gesunde oft nur lästig ist, stellt für Menschen mit Diabetes eine echte Gefahr dar: Hornhaut auf den Gehwerkzeugen. Durch den erhöhten Druck und die längere Belastung, die bei Hornhautplatten entsteht, erhöht sich die Gefahr eines Geschwüres. Daher ist es besonders für Diabetiker wichtig, regelmäßig die Füße zu pflegen und dabei darauf zu achten, dass die Füße frei von Hornhaut-Stellen sind.
Entscheidend dabei: mit einer herkömmlichen Feile oder Raspel bekämpft man keineswegs die Ursache der Hornhaut. Im Gegenteil: die Bildung der Hornhaut wird angeregt, sie wächst verstärkt nach.
Eucerin® Repair Fußcreme 10 % UREA hilft die Hornschicht aufzulösen und verhindert so die vermehrte Bildung der Hornhaut.
Eucerin® Repair Fußcreme 10% UREA
Anwendung:
Zur Pflege trockener, extrem trockener, rauer und rissiger Füße, bei Hornhaut, Schrunden und Druckstellen.
Zur Fußpflege bei Diabetes, Neurodermitis und Psoriasis.
Besondere Eigenschaften:
Medizinische O/W-Emulsion.
Mit natürlichem, feuchtigkeitsbindendem Urea und Lactat.
Mit befeuchtendem Glycerin.
Ohne Duft- und Farbstoffe.
Die ausgezeichnete Wirksamkeit und Hautverträglichkeit ist in
dermatologischen Studien bestätigt.
Gemeinsam mit Diabetologen und Dermatologen entwickelt.
Produktleistung:
Wirkt intensiv pflegend, befeuchtend und schützend.
Spendet nachhaltig Feuchtigkeit auch über 24 Stunden.
Mindert Druckstellen und Verhornung.
Verbessert den Hautzustand deutlich.
Die Füße werden wieder glatt, zart und geschmeidig.
|
 |
Wie viele Kalorien verbraucht ein Mensch täglich?
An Körpergewicht zunehmen oder abnehmen hängt sehr stark von der täglichen Kalorienaufnahme und vom Kalorienverbrauch des Körpers ab.
Ganz logisch: Wer mehr Kalorien täglich zu sich nimmt, als er verbraucht, wird an Gewicht zulegen. Wer mehr verbrennt, als er aufnimmt, wird abnehmen.
Es gibt den so genannten Grundumsatz und den Arbeitsumsatz. Der Grundumsatz ist die Menge an Energie (Kalorien) die notwendig ist, um alle wichtigen Lebensfunktion aufrecht zu erhalten. Er wird stark vom Körpergewicht, Alter und Geschlecht beeinflusst.
|
Der Grundumsatz errechnet sich aus folgender Formel:
24 kcal x Körpergewicht in kg = Grundumsatz in kcal.
|
24 kcal pro 1kg Körpergewicht pro Tag ist Richtwert. Ein 80 kg schwerer Mann hat demnach einen Grundumsatz von 1920 kcal täglich. Bei Frauen liegt er etwa 15% tiefer, d.h. der Faktor ist 20,4 kcal.
Sämtliche Energie, die für Bewegungen benötigt wird, heißt Arbeitsumsatz. In der Regel beträgt der Arbeitsumsatz 30% vom Grundumsatz. Dabei ist zu Bedenken, dass es sich um einen groben Richtwert handelt. Ein Kumpel unter Tage wird mehr Arbeitsumsatz haben als jemand der den ganzen Tag im Büro sitzt.
In der Tabelle unten können Sie zu regelmäßigen Aktivitäten den dazugehörigen Kalorienverbrauch ablesen.
Kalorientabelle - In 30 Minuten verbrennen Sie:
| Aktivität |
Verbrauch
(kcal) |
Aktivität |
Verbrauch
(kcal) |
| Aerobic |
250 |
Schlagzeug spielen |
130 |
| Autofahren |
60-125 |
Schnee schaufeln |
300 |
| Bodybuilding |
410 |
Schuhe putzen |
63 |
| Büroarbeit |
70 |
Schwimmen |
180-270 |
| Computerarbeit |
46 |
Segeln |
110-350 |
| Fernsehen |
40 |
Sex |
130 |
| Geschirr spülen |
76 |
Karten spielen |
51 |
| Golf |
160 |
Skifahren |
360 |
| Gymnastik |
180-270 |
Spazieren gehen |
150 |
| Hausarbeit |
110 |
Sonnenbaden |
35 |
| Holzhacken |
600 |
Squash |
330 |
| Joggen |
285-500 |
Staub wischen |
120 |
| Klavier spielen |
40 |
Surfen |
330 |
| Lernen |
40-50 |
Tapezieren |
100 |
| Radfahren |
350 |
Telefonieren |
42 |
| Rasen mähen |
145 |
Tennis spielen |
225 |
| Rudern |
285-500 |
Treppensteigen |
288 |
| Sauna |
40 |
Walzer tanzen |
171 |
| Schlafen |
30 |
Wandern im Gebirge |
440 |
Quelle: Barmenia |
 |
|
Bewegung auf Kosten der Wiener Gebietskrankenkasse
BEWEGT GESUND - Das Rezept für aktive Vorsorge in ganz Wien
 Nach erfolgreichem Abschluss des Pilotprojektes „BEWEGT GESUND“ im 10. und 15. Wiener Gemeindebezirk hat sich die WGKK gemeinsam mit „Fit für Österreich“ und mit Unterstützung der Wiener Ärztekammer und der Wiener Gesellschaft für Allgemein- und Familienmedizin entschlossen, das Programm auf alle Wiener Bezirke auszuweiten.
Ab Oktober 2009 haben alle Vertragsärzte der WGKK für Allgemeinmedizin und Interne Medizin mit VU-Vertrag und alle Wahlärzte für Allgemeinmedizin und Interne Medizin mit VU-Vertrag die Möglichkeit, ihren Patienten, die bei der WGKK versichert sind, Bewegung zu verordnen.
Das übergeordnete Ziel von BEWEGT GESUND ist es, bei Patienten mit erhöhtem Risiko (hoher BMI und/oder Bauchumfang und/oder Blutdruck und/oder Diabetes mellitus Typ 2), das Auftreten von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Adipositas und des Metabolischen Syndroms zu verhindern. Es soll aber auch Patienten mit bereits manifestem Diabetes mellitus Typ 2 bei ihrer Lebensstilmodifikation unterstützen, um sowohl den Blutzuckerspiegel positiv zu beeinflussen als auch Begleit- und Folgeerkrankungen zu verhindern bzw. in ihrer Entstehung zu verzögern. Langfristig wird durch BEWEGT GESUND regelmäßige Bewegung in der Bevölkerung angestrebt.
 Weitere Ziele von BEWEGT GESUND sind die Steigerung der Inanspruchnahme der Vorsorgeuntersuchung in Wien und die Entwicklung einer österreichweiten Strategie aufbauend auf den Ergebnissen des Projektes.
Bewegungsangebote mit Qualitätssiegel sowie alle Informationen über die Organisation des Programms finden Sie auf der Homepage www.bewegtgesund.at
|
 |
Behandlung des Prädiabetes: Diät, Therapie oder gar nichts?
 Von Univ.-Prof. Dr. Thomas C. Wascher
1.Med. Abt., Hanusch-Krankenhaus, Wien
Um die Frage zu beleuchten, ob Prädiabetes behandelt werden sollte, muss vorab geklärt werden, wer denn ein „Prädiabetiker“ ist. In weitestem Sinne wäre das wohl jede Person, bei der noch kein Diabetes diagnostiziert wurde. Im engeren Sinn sind das alle Personen mit nicht mehr normalem Glukosestoffwechsel.
Wer ist ein Prädiabetiker?
Das umfasst jedenfalls die isolierte gestörte Nüchternglukose (NPG 100–125mg/dl), die isolierte gestörte Glukosetoleranz (2h PG im oGTT 140–199mg/dl) oder die Kombination aus beidem. Ebenfalls zu diesem Komplex könnte noch der „Postbelastungs-Diabetes“ gerechnet werden (NBG <126 und 2h PG im oGTT ≥200mg/dl), da diese Form von Diabetes meist nicht als solcher diagnostiziert wird und in Leitlinien zur Behandlung des Diabetes meist nicht ausreichend erfasst wird. Abbildung 1 zeigt die Häufigkeitsverteilung in der deutschen KORA-Studie, in der ca. 32% der untersuchten Personen eine nicht vordiagnostizierte Störung des Glukosestoffwechsels hatten. Für Österreich darf von ganz ähnlichen Häufigkeiten ausgegangen werden. Ebenfalls beachtet werden muss, dass in speziellen Patientengruppen (Z.n. Myokardinfarkt oder Insult) diese Häufigkeit bei bis zu 60% liegt.
Behandlung mit welchem Ziel?
Warum nun und in weiterer Folge wie sollten Prädiabetiker behandelt werden? Prädiabetes ist mit zwei substanziellen Risiken assoziiert: einerseits der Progression zu manifestem Diabetes mit allen daraus folgenden Konsequenzen, andererseits dem bereits deutlich erhöhten Atheroskleroserisiko. Dabei ist es vor allem der postprandiale Glukosespiegel, der dieses Atheroskleroserisiko bedingt, wie eine große Zahl von Studien zeigt. Abbildung 2 demonstriert das anhand der Daten der DECODE-Studie. Damit sind die beiden Ziele der Behandlung klar definiert: Verhinderung eines zukünftigen manifesten Diabetes und Prävention der Atherosklerose in einem Hochrisikokollektiv.
Diabetesprävention
Mehrere Studien haben den Effekt einer Lebensstiländerung auf die Entwicklung eines Diabetes bei Patienten mit gestörter Glukosetoleranz untersucht. In der finnischen Diabetespräventionsstudie etwa wurde folgender therapeutischer Ansatz gewählt:
- >4 Stunden Bewegung/Sport pro Woche
- >5% Gewichtsreduktion
- <30% Fettzufuhr
- <10% gesättigtes Fett
- >15g Ballaststoffe pro Tag

Dadurch konnte die Manifestation eines Typ-2-Diabetes um 58% reduziert werden. Der präventive Effekt war dabei umso größer, je mehr dieser Ziele erreicht wurden. Aus der amerikanischen DPP-Studie existiert eine ergänzende Analyse, die zeigt, dass alleine 150 Minuten schnelles Gehen pro Woche das Diabetesrisiko um rund 40% reduzieren kann. Dieses Ziel wurde dabei immerhin von rund 70% der Studienteilnehmer erreicht. Ernährungsziele hingegen wurden nur von rund 45% erreicht. Das zeigt, dass Bewegung/Sport eine offenbar gut umsetzbare, hocheffektive Intervention darstellt. Mehrere Studien wurden mit medikamentösen Interventionen an Patienten mit gestörter Glukosetoleranz durchgeführt. Die Tabelle fasst die Resultate im Vergleich zur Lebensstilintervention zusammen. Bemerkenswert ist jedoch, dass es sich offenbar nicht um Prävention im engeren Sinn handelt, sondern um eine verzögerte Manifestation während der Behandlung. Nach Absetzen der Medikamente steigen die Inzidenzraten wieder auf das Niveau der Placebogruppen.


Atheroskleroseprävention
Für dieses Ziel ist die Datenlage leider wesentlich weniger dicht. Die chinesische Da-Qing-Studie, eine Lebensstilintervention, zeigt in ihrem Follow-up über 20 Jahre eine persistierende Diabetesprävention und einen starken Trend in Richtung Prävention kardiovaskulärer Ereignisse. Die STOP-NIDDM-Studie zeigt klar, dass Akarbose eine deutliche Reduktion kardiovaskulärer Ereignisse (insbesondere Myokardinfarkte) bewirkt. Diese Studie unterstreicht ebenfalls deutlich die Bedeutung der postprandialen Hyperglykämie für das Auftreten von Gefäßkomplikationen. Eine sehr rezente schwedische longitudinale, populationsbasierte Untersuchung zeigt ergänzend, dass ein höheres Bewegungsausmaß nicht nur mit einer reduzierten Gesamtmortalität (!) einhergeht (Abb. 3), sondern auch, dass eine Veränderung der Bewegungsintensität auch im Alter von 50 Jahren und mehr noch einen prospektiv präventiven Effekt zu haben scheint. Die Datenlage für körperliche Aktivität bzw. Training ist daher zurzeit stärker als für Ernährungs- und/oder Gewichtsinterventionen. All diese Daten legen dringend nahe, dass eine Beratung hinsichtlich Bewegungsintensität und Training einen zentralen Stellenwert in der Lebensstilberatung haben sollte.
Wie sollte man Prädiabetiker behandeln?
Der erste Schritt ist naturgemäß, Prädiabetiker überhaupt zu identifizieren. Dazu ist ein oraler Glukosetoleranztest unabdingbar. Er sollte daher bei allen Personen mit erhöhtem Risiko zur Evaluation des kardiovaskulären Risikos durchgeführt werden. Dies sind insbesondere folgende Personengruppen:
- Z.n. Gestationsdiabetes
- Adipositas
- Metabolisches Syndrom
- Manifeste Gefäßkrankheit
- Familiäre Belastung (erstgradig Verwandte)
- Gestörte Nüchternglukose
Als erster Schritt sollte eine Lebensstilintervention nach dem finnischen Muster mit besonderer Beachtung der körperlichen Aktivität angestrebt werden. Ziel ist es, die postprandialen Glukoseexkursionen möglichst zu minimieren. Der Effekt sollte nach 3–6 Monaten mittels oGTT überprüft werden. Dann könnte gegebenenfalls bei Persistenz der postprandialen Hyperglykämie eine medikamentöse Intervention angeschlossen werden. Parallel dazu sollten alle anderen kardiovaskulären Risikofaktoren leitliniengemäß zielorientiert therapiert werden. Insgesamt ist daher das Management prädiabetischer Personen von einem hohen Ausmaß an Eigenverantwortung der Betroffenen geprägt; von ärztlicher Seite stehen Aufklärung und adäquate Beratung im Vordergrund.
Quelle: Jatros 4/2009 |
 |
|
Gute Einstellung und regelmäßige Kontrolle können Erblindung verhindern
Diabetes kann ins Auge gehen
Von Peter P. Hopfinger
Vor diesen Fakten sollte niemand, der an Diabetes erkrankt ist, seine Augen verschließen: die Zuckerkrankheit ist in den Industrieländern die häufigste Ursache für Sehbehinderungen. Ein Viertel der Typ-1- und 15 -Prozent der Typ-2-Diabetiker erkranken an einem Makulaödem. Doch die gute Nachricht lautet: heute muss kaum jemand mehr wegen der Zuckerkrankheit erblinden. Voraussetzung ist eine gute Einstellung des Blutzuckers und eine regelmäßige Kontrolle der Augen.
Der Schreiber dieser Geschichte gibt es gerne zu: als er 1995 mit der Diagnose Diabetes konfrontiert wurde, war einer der Hauptgründe sie zu akzeptieren, die furchtbare Vorstellung, wegen Diabetes zu erblinden. Ein Leser und Schreiber, der nicht mehr lesen kann – entsetzlich! Herzinfarkt, Schlaganfall, früher Tod – alles nicht erstrebenswert. Aber ein Leben ohne Augenlicht – nein danke. Da check ich lieber meine Zuckerwerte sooft es notwendig ist und spritze Insulin soviel notwendig ist.
Mittlerweile sind fast 14 Jahre vergangen. Ich trage zwar eine Brille, aber das ist altersbedingt. Mein Langzeitwert HbA1c bewegt sich konstant zwischen 6,2 und 6,9 Prozent und insgesamt fehlt mir nur selbst produziertes Insulin, sonst nix. Trotzdem ist es wieder einmal hoch an der Zeit, meine Augen überprüfen zu lassen.
 Im ehrwürdigen Wiener Sanatorium Hera kümmert sich der engagierte türkisch-stämmige Augenarzt Priv. Doz. Dr. Erdem Ergun um die Augen erkrankter Patienten. Er kontrolliert zunächst meine Sehfähigkeit in die Ferne, in dem er mich – wie jeder Optiker oder Augenarzt auch – an die Wand projezierte Buchstaben lesen lässt. Anschließend wird das Lesen in der Nähe überprüft und auch die Brille kommt dran. Kurzum – es passt alles: von der Brillenstärke über die Sehfähigkeit, die meinem Alter entspricht.
Dann aber kommt die Stunde der Wahrheit. Wie sieht mein Augenhintergrund aus, wie meine Makula? Gibt es bereits zuckerbedingte Schäden an den Sehnerven? Um das genau herausfinden zu können, tropft Dr. Ergun eine Flüssigkeit in meine Augen, die meine Pupille extrem weitet. Es brennt ein wenig und danach darf ich vier Stunden lang kein Fahrzeug lenken.
Wieder fixiere ich meinen Kopf in der schon bewährten Weise, während Dr. Ergun mit einer Lupe ins Innerste meiner Augen schaut. Nach links, rechts, oben und unten rolle ich erst den einen, dann den anderen Augapfel. Und dann der große Moment der Erleichterung. „Alles in Ordnung“, meint Dr. Ergun. „Ich kann keinerlei diabetesbedingte Veränderungen in ihren Augen entdecken.“
Der Stein, der mir dabei vom Herzen fällt, durchschlägt alle vier Stockwerke des Sanatoriums.
Im Folgenden finden Sie ein Interview mit Dr. Erdem Ergun, Augenfacharzt im Sanatorium Hera in Wien (email: praxis@ergun.at, Tel: 31350-45461 oder 0699-13265263 )
Herr Dr. Ergun, was kann man heute bei Augenerkrankungen, die durch Diabetes entstehen, tun?
Dr. Ergun: „Die wichtigste Komplikation ist das Makulaödem, eine Schwellung des Sehzentrums. Die gitterförmige Laserbehandlung ist die Methode der Wahl.. Mit ihr kann man die Schwellung der Makula abklingen lassen. Bei mangelndem Erfolg können Medikamente helfen, welche mit einer ganz dünnen Nadel direkt in den Glaskörper verabreicht werden, zum Beispiel Substanzen die Wachstumsfaktoren hemmen wie Macugen®, Avastin® und Lucentis®. Eine weitere Möglichkeit ist, Cortison zu verwenden“
Gibt es andere Kriterien ausser der guten Blutzucker-Einstellung, die für Augenerkrankungen von Bedeutung sind?
Dr. Ergun: „Auch der Blutdruck sollte gerade bei Menschen, die an Diabetes erkrankt sind, nicht über den vorgegebenen Werten von 130/80 mm Hg liegen.“
Wenn ich schon Augenprobleme habe und ich verbessere dann meine Blutzucker-Einstellung, verbessert sich dann auch meine Sehleistung wieder?
Dr. Ergun: „Die Netzhaut kann sich bei einer verbesserten Einstellung auch wieder erholen. Allerdings geht das nicht von heute auf morgen, sondern dauert etwa vier bis sechs Monate bis man davon etwas bemerkt.“
Wir danken für Gespräch und Untersuchung!
Diabetische Netzhauterkrankung
Diabetes kann die Sehkraft beeinträchtigen
 Wenn Sie Zucker (Diabetes mellitus) haben, verwertet und speichert Ihr Körper Zucker nicht richtig. Hohe Blutzuckerwerte schädigen die Blutgefäße der Netzhaut. Damit werden die Funktionen der Nervenfasern und der Netzhautzellen beeinträchtigt. Diese Schädigung der Netzhautgefäße nennt man diabetische Retinopathie.
Verschiedene Arten der diabetischen Retinopathie
Die diabetische Retinopathie verläuft in 2 Stadien: die nichtproliferative diabetische Retinopathie (NPDR) und später die proliferative diabetische Retinopathie (PDR)
- Die nichtproliferative diabetische Retinopathie
Die milde nichtproliferative diabetische Retinopathie (NPDR), allgemein als Hintergrunds-Retinopathie bekannt, ist das Frühstadium der diabetischen Retinopathie. In diesem Stadium bilden sich kleine Gefässausbuchtungen in der Netzhaut. Später können Blutungen innerhalb der Netzhaut, Veränderungen an den Venen und eine Schwellung entstehen. Es können sich im Rahmen der Schwellung auch Ablagerungen bilden, die sogenannten "harten Exsudate".
Etliche Patienten, die unter Diabetes leiden, haben eine milde nichtproliferative diabetische Retinopathie, die ihre Sehkraft normalerweise nicht beeinträchtigt. Wenn die Sehkraft beeinträchtigt ist, ist das die Folge eines Makulaödems und/oder einer makulären Ischämie.
- Makulaödem
Ein Makulaödem ist eine Schwellung oder Verdickung der Makula, einem kleinen Bereich in der Mitte der Netzhaut, die die Stelle des schärfsten Sehens darstellt. Die Schwellung wird durch Flüssigkeit verursacht, die aus Blutgefäßen in der Netzhaut heraussickert. Dies ist der häufigste Grund für einen Verlust der Sehkraft bei Zucker. Der Verlust der zentralen Sehkraft kann mild oder stark sein, aber sogar in den schlimmsten Fällen bleibt die periphere Sehkraft auch weiterhin erhalten.
- Ischämische Makulopathie
Die sogenannte makuläre Ischämie entsteht, wenn die kleinen Blutgefäße (Kapillare) im Bereich der Makula aufgrund der Zuckererkrankung sich verschließen. Dies führt zu einem Sauerstoffmangel im Bereich der Makula. Man sieht verschwommen, manchmal auch einen Fleck, weil Nervenzellen und Nervenfasern zuwenig mit Sauerstoff versorgt sind, um richtig arbeiten zu können.
- Die proliferative diabetische Retinopathie
Eine proliferative diabetische Retinopathie (PDR) liegt vor, wenn sich krankhafte neue Gefäße (Neovaskularisation) auf der Oberfläche der Netzhaut oder am Sehnerv bilden. Die Hauptursache für die proliferative diabetische Retinopathie ist ein Sauerstoffmangel im weiten Bereichen der Netzhaut. Dieser Sauerstoffmangel führt zu einem Freisetzen von Gewebsfaktoren und Wachstumsfaktoren, die neue Blutgefäße sprossen lassen. Leider versorgen die neuen, krankhaften Blutgefäße die Netzhaut nicht wieder mit einem normalen Blutfluß Sie sprossen in den Glaskörperraum hinein und sind brüchig, d.h. es können Blutungen in den Glaskörper entstehen.. Dieses Wachstum kann zu einem Zugeffekt auf der Netzhaut führen wodurch es zu einem Netzhautriss bzw. einer Netzhautabhebung kommen kann. Diese neuen Gefäße heißen "Gefäßproliferationen".
Eine proliferative diabetische Retinopathie kann einen stärkeren Verlust der Sehkraft verursachen als eine nicht-proliferative diabetische Retinopathie, weil sie sowohl das zentrale als auch das periphere Sehen beeinträchtigen kann.
Der Verlust der Sehkraft wird bei der proliferativen diabetischen Retinopathie in erster Linie durch eine Glaskörperblutung verursacht.
Glaskörperblutung
Die empfindlichen neuen Gefäße können in den Glaskörper, eine klare, geleeartige Substanz, die die Mitte des Auges füllt, hineinbluten. Wenn die Glaskörperblutung geringfügig ist, sieht man vielleicht nur ein paar dunkle "Wolken". Eine sehr starke Blutung kann das gesamte Sehvermögen blockieren. Abhängig von der Menge, kann es Tage, Monate oder sogar Jahre dauern, bis das Blut wieder absorbiert ist. Wenn das Auge das Blut im Glaskörper innerhalb einer angemessenen Zeit nicht ausreichend absorbieren kann, ist u.U. eine Glaskörperoperation (Vitrektomie) erforderlich. Eine Glaskörperblutung allein verursacht keinen permanenten Verlust der Sehkraft. Wenn das Blut wieder absorbiert ist, kann die ursprüngliche Sehschärfe zurückkehren, es sei denn, die Makula hat Schaden erlitten.
Netzhautablösung durch Zug an der Netzhaut
Bei der proliferativen diabetischen Retinopathie kann in Verbindung mit der Gefäßneubildung entstandenes Narbengewebe einschrumpfen und Falten in der Netzhaut verursachen. Dabei wird die Netzhaut von der Augenhinterwand abgezogen und es kommt zu einer Netzhautablösung. Falten in der Makula können ein verzerrtes Sehen zur Folge haben. Ein stärkerer Verlust der Sehkraft kann vorkommen, wenn die Makula oder große Bereiche der Netzhaut abgelöst sind.
Hoher Augendruck durch Rubeosis iridis (Gefässproliferation der Regenbogenhaut)
Bei lang dauernder Zuckererkrankung bilden sich durch Verschluss von Kapillargefässen der Netzhaut sauerstoffverarmte Netzhautareale. Als Folge davon sprossen ausgehend von Netzhautgefäßen und/ oder Irisgefäßen neue Kapillaren (Neovaskularisation) aus. Diese neuen, krankhaften Blutgefäße wuchern dann auf der Netzhaut und der Regenbogenhaut. Wachsen die Proliferationen von der Regenbogenhaut über den Kammerwinkel, kann es zur Blockade des Kammerwassersabfluß aus dem Auge kommen. Dies führt zu einer starken Erhöhung des Augeninnendruckes auf Werte von über 40mmHg (normal 10-21mmHg) führen, die den Sehnerven irreversibel schädigen können.
Wie wird diabetische Retinopathie festgestellt?
Nur eine Untersuchung des Augenhintergrundes kann Veränderungen in Ihrem Auge feststellen. Ein Facharzt für Augenkrankheiten kann eine Retinopathie diagnostizieren und behandeln, bevor Sie Sehschwierigkeiten überhaupt bemerken. In der Regel wird dabei die Pupille erweitert und mit einem Augenspiegel oder anderem Untersuchungsgerät der Augenhintergrund untersucht. Wenn eine diabetische Retinopathie feststellt wird, kann durch zusätzliche Farbstoffuntersuchungen (Fluoreszein-Angiographie) festgestellt werden, ob eine Laserbehandlung der Netzhaut notwendig ist. Bei diesem Test wird Farbstoff in Ihren Arm injiziert, und es werden Aufnahmen von Ihrem Auge gemacht, um festzustellen, wo Flüssigkeit durchsickert.
Wie wird diabetische Retinopathie behandelt?
Die beste Behandlung ist die Vorbeugung, so dass sich die Retinopathie möglichst nicht erst entwickelt. Durch strenge Überwachung Ihres Blutzuckers wird das langfristige Risiko eines Sehkraftverlusts durch diabetische Retinopathie deutlich herabgesetzt.. Laserchirurgie: Laserchirurgie wird oft bei Patienten mit einem Makulaödem, Proliferative Diabetische Retinopathie und neovaskulären Glaukom empfohlen.
Bei einem Makulaödem wird der Laser auf die geschädigte Netzhaut um die Makula gerichtet, damit das Immunsystem angeregt wird, die Schwellung abzutransportieren. Das Hauptziel der Behandlung ist die Vermeidung eines weiteren Verlusts der Sehkraft. Die normale Sehkraft kann oft wiedererlangt werden, zumindest kommt es aber zu einer teilweisen Besserung. Es ist möglich, dass einige Patienten nach der Behandlung die Laserherde in der Nähe der Mitte ihres Blickfelds wahrnehmen. Die Punkte verschwinden im Allgemeinen mit der Zeit, aber manchmal nicht zur Gänze.
Bei der PDR wird der Laser mit Ausnahme der Makula auf die Peripherie der Netzhaut gerichtet. Diese Lichtkoagula tionsbehandlung der gesamten peripheren Netzhaut führt zur Zurückbildung und/oder Vernarbung der krankhaften neuen Gefäße verhindert oft, dass sie später wieder wachsen. Darüber hinaus wird das Risiko von Glaskörperblutungen oder einer Netzhautabhebung herabgesetzt.
Manchmal sind über eine gewisse Zeitspanne hinweg mehrfache Laserbehandlungen notwendig. Die Laserchirurgie heilt die diabetische Retinopathie nicht verhindert aber weitere Komplikationen.
Glaskörperoperation
Bei fortgeschrittener PDR empfiehlt der Augenarzt u.U. eine Glaskörper-Operation (Vitrektomie). Bei diesem mikrochirurgischen Eingriff, die stationär durchgeführt wird, wird der blutgefüllte Glaskörper entfernt und durch eine klare Lösung ersetzt. Der Augenarzt kann mehrere Monate warten, um festzustellen, ob das Blut von allein absorbiert wird, bevor eine Glaskörperoperation notwendig wird.
Durch die Glaskörperoperation werden oft weitere Blutungen vermieden, indem die krankhaften Gefäße, die die Blutungen v erursachen, entfernt werden. Wenn sich die Netzhaut abgelöst hat, kann dieser Schaden während der Glaskörperoperation wieder behoben werden. Die Operation sollte frühzeitig vorgenommen werden, weil eine Netzhautablösung durch Zug permanenten Verlust der Sehkraft nach sich zieht.
Bei einem Zugeffekt des Glaskörpers auf das Sehzentrum im Rahmen eines Makulaödems kann eine Vitrektomie auch zu einer deutlichen Besserung des Sehens führen.
Verlust der Sehkraft kann meistens vermieden werden
Wenn Sie Zucker haben, ist es wichtig zu wissen, dass durch verbesserte Diagnose- und Behandlungsmethoden, nur ein kleiner Prozentsatz von Patienten, bei denen sich eine diabetische Retinopathie entwickelt hat, einen starken Sehverlust entwickeln. Die Früherkennung der diabetischen Retinopathie ist der beste Schutz gegen den Verlust der Sehkraft. Sie können Ihr Risiko des Sehkraft-Verlusts deutlich herabsetzen, indem Sie Ihren Blutzucker streng überwachen, Blutdruck kontrollieren und regelmäßig den Augenhintergrund überprüfen lassen.
Wie oft soll man den Augenhintergrund untersuchen?
Bei Patienten mit Diabetes sollte mindestens einmal im Jahr eine Untersuchung mit Pupillendilatation stattfinden.
Schwangere mit Diabetes sollten sich in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft untersuchen lassen, da die Retinopathie während der Schwangerschaft schnell fortschreiten kann.
Wenn Sie sich eine Brille verschreiben lassen wollen, ist es wichtig, dass Ihr Blutzucker einige Monate lang konstant ist.
Rapide Veränderungen der Blutzuckerwerte können eine schwankende Sehkraft in beiden Augen zur Folge haben, auch wenn keine diabetische Retinopathie besteht.
Ihre Augen sollten unverzüglich untersucht werden, wenn Sie akute Minderungen der Sehkraft auf einem Auge bemerken, die in keinem Zusammenhang mit den Blutzuckerwerten stehen. |
 |
|
Diabetiker helfen Freunden und Verwandte bei der Prävention
Der große Diabetes-Risiko-Test
Regelmäßige LeserInnen unserer Seiten wissen es längst. Noch nie war es so einfach wie heute, den Diabetes gut zu therapieren. Nie war der Wissensstand über die Erkrankung beim Patienten so hoch wie heute.
Dazu kommt: noch nie war es so einfach wie heute, das persönliche Diabetes-Risiko einzuschätzen. Durchschnittlich sieben Jahre dauert es, bis der Typ2-Diabetes erkannt wird. Lange Jahre, in denen das Risiko eine – vielleicht sogar tödliches - Herz-Kreislauf-Ereignis zu erleben, dramatisch anwächst. Es ist sehr wahrscheinlich, dass auch in Ihrer/Eurer Umgebung, im Familien-, im Bekanntenkreis derart gefährdete Menschen leben.
Im Herbst des vergangenen Jahres wurde in einer Kooperation zwischen
14. November der unten als pdf dargestellte Diabetes Typ2-Risiko-Test veröffentlicht.
Unser Vorschlag als Ihr persönlicher Beitrag zur Diabetes-Prävention:
- Laden Sie z.B. verdächtig übergewichtige Freunde, Verwandte und Arbeitskollegen ein, diesen Test für sich ganz persönlich auszufüllen.
- Vielleicht kann man den Test auch gemeinsam ausfüllen
- Ermutigen Sie den „Tester“ bei entsprechendem Ergebnis einen Arzt aufzusuchen
- Ärzte, die am Programm „Therapie Aktiv“ teilnehmen, siehe unten.
Letzte aber wichtige Bitte:
Berichten Sie uns über Ihre Erfahrungen. Am Besten in Wort und Bild. Wir werden auf unseren Seiten gerne über Ihre Erfahrungen berichten.
Hier geht es zum Test: PDF |
 |
|
|